Paternusschüler begeben sich im Zuge des Reformationsjubiläums auf Luthers Spuren in Worms; zwei Projekttage - initiiert und organisiert von Andrea Schäfer, Religionslehrerin an der Paternusschule.

Wer sich am Donnerstag und Freitag in der Stadt rund um Lutherdenkmal, Heylshof, Dom, Magnus- und Dreifaltigkeitskirche aufgehalten hat, dem ist sicher nicht entgangen, dass etliche Schulkassen dort unterwegs waren.

In knapp vier Stunden pilgerten die Klassen mit ihren Lehrern bei tollem Wetter von Station zu Station, an welchen sie von vielen Eltern betreut wurden. Es ging bei den Stationen darum, Orte zu erkunden, die Martin Luther vor fast 500 Jahren selbst bei seinem Aufenthalt in der Zeit des Reichstages bei uns in Worms besucht hatte. Aber auch um andere, die heute zusätzlich an ihn erinnern.

Da Luther in den Medien und in der Schule in den letzten Monaten häufig thematisiert wurde, sollte es bei dieser Tour nicht um reine Wissensvermittlung gehen. Martin Luthers Mut, hier in Worms zu seiner Meinung zu stehen, war ein zentraler Punkt, der herausgestellt werden sollte. Auch sollten sich alle Schülerinnen und Schüler ein wenig in ihn hineinversetzen können.

Los ging es am Lutherdenkmal. Dort kann man Luther sehen, der mutig zu seiner Meinung stand. „Stelle dich einmal so hin, wie Luther hier zu sehen ist“, war einer der Aufträge an dieser Station. Das geht natürlich besonders gut, wenn man versucht, sich in Luther hineinzuversetzen. Und das gelang den Klassen offensichtlich gut.

In der Magnuskirche durften die Kinder einmal selbst in die Rolle eines Mönches schlüpfen. In Kutten gekleidet drehten sie schweigend eine Runde.

Auch im Dom, den Luther natürlich nicht betreten durfte, verbrachten die Paternusschülerinnen und Schüler die ersten Minuten schweigend. Zehn Minuten schafften es fast alle Klassen still zu verweilen. Der Anfang fiel schwer, aber einige stellten fest, dass das Schweigen auch gut tat. … und nicht zuletzt half es, Dinge zu entdecken, die man anders vielleicht nicht bemerkt hätte. Nachdem die Kinder das im Dom ausgestellte Modell des ehemaligen Bischofsitzes angeschaut hatten, begutachteten sie noch das Wormser Geschichtsfenster, in dem Luther im (katholischen!!!) Dom verewigt ist.

Als evangelische Kirche erinnert die Dreifaltigkeitskirche an Martin Luther. Hier konnten die Kinder ein Fehlerbild mit dem Reichstagsmosaik vergleichen, die Lutherrose als Riesenpuzzle zusammenbauen und vieles mehr.

Und natürlich galt es an diesem erlebnisreichen Tag auch, die Stelle aufzusuchen, an der der Bischofssitz einst stand. Im Heylshofpark schlüpften alle in die Rolle von Luther oder Kaiser Karl V. während des Verhörs sowie in „Martins“ große Schuhe. Das war ein wenig so, als würden man in Luthers Fußstapfen treten. Und wenn die Kinder von dieser Pilgertour ein wenig von Martins Mut mitnehmen konnten, dann können sie auch in ihrem Alltag versuchen, diesen Mut einzusetzen.

Es war ein Tag voller Eindrücke. Manches konnten die Kinder angreifen und sich dahin stellen, wo Martin stand. Das hat hoffentlich dazu beigetragen, die Geschichte Luthers ein wenig besser zu begreifen und sie sich vorzustellen.

     

 

     

      

 

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